Die Sächsische Zeitung ist eine seit 1946 im Osten des Freistaates Sachsen erscheinende Tageszeitung. Die „SZ“ ist mit ca. 270.000 wochentags verkauften Exemplaren die auflagenstärkste Zeitung in ihrem Verbreitungsgebiet, dem Direktionsbezirk Dresden. Sie hat 731.000 Leser, 95 Prozent der gesamten Auflage gehen an Abonnenten.[1]
GeschichteAm 13. April 1946 entstand die Sächsische Zeitung aus der Zusammenführung der "Sächsischen Volkszeitung" der KPD und der "Volksstimme" der SPD. Zu DDR-Zeiten erschienen täglich 513.800 Exemplare der Sächsischen Zeitung mit ca. 1 Million Lesern. Sie fungierte damals als Organ der SED-Bezirksleitung Dresden. Jährlich wurde in Dresden ein Pressefest veranstaltet. 1966 zog die Redaktion in das neugebaute Haus der Presse, welches noch heute Stammsitz ist. Die Sächsische Zeitung erschien ununterbrochen mit demselben Namen. Geändert hat sich allerdings die Unterzeile:
1991 wurde die Sächsische Zeitung privatisiert. In den Jahren 2004 und 2005 erschien die Sächsische Zeitung auch als Sonntagsausgabe. Teile des Programms wurden in die Samstagsausgabe integriert. ZeitungsaufbauDie Sächsische Zeitung erscheint im Rheinischen Format (350×510 mm). Sie besteht aus vier so genannten "Büchern", sonnabends zusätzlich aus dem "Magazin". Der Mantel umfasst Nachrichten, Politik, Reportagen, Berichte aus Sachsen und Kommentare. Hinzu kommen die Lokalseiten, Wirtschaft, Kultur, Sport und Spezialseiten, z. B. die Hochschulseite oder die Jugendseite GenerationSZ. In einem Teil der Ausgabe erscheint seit 1996 donnerstags das kostenlose Veranstaltungsblatt PluSZ-Magazin. Den Zeitungen wird die wöchentliche Fernsehzeitschrift rtv beigelegt. Seit 2005 erscheint in Dresden freitags das kostenlose, werbefinanzierte Blatt „freitagSZ“, das neben einem Immobilienteil redaktionelle Artikel der Sächsischen Zeitung der vorangegangenen Woche republiziert. Es steht in Konkurrenz mit den ebenfalls werbefinanzierten Wochenblättern „Wochenkurier“ und „Sächsischer Bote“. VerlagDas Dresdner Druck- & Verlagshaus GmbH & Co KG (dd+v-Mediengruppe), in dem die Sächsische Zeitung erscheint, ist zu 60 Prozent im Besitz der Bertelsmann-Tochter Gruner + Jahr, 40 Prozent der Anteile gehören der Deutschen Druck- und Verlagsgesellschaft, einem Medienbeteiligungsunternehmen der SPD. Insgesamt arbeiten in allen Bereichen des Dresdner Druck- und Verlagshauses ca. 500 Mitarbeiter, davon ca. 140 Redakteure. Zur dd+v-Mediengruppe gehört auch die „Morgenpost Sachsen Verlagsgesellschaft mbH“, welche die „Morgenpost Sachsen“ mit Ausgaben in Dresden („Dresdner Morgenpost“) und Chemnitz („Chemnitzer Morgenpost“) verlegt. In der Tochterfirma Dresdner Magazin Verlag gibt das seit 2007 „DD+V Mediengruppe“ genannte Unternehmen zudem mehrere teilweise kostenlose Magazine heraus. Beispiele dafür sind die Mitteldeutsche Autozeitung (MAZ), der jährliche Restaurantführer „Augusto“, das „Wellnessmagazin“ sowie das „Immobilienmagazin für Dresden und Umgebung“. Jährlich erscheint im Dresdner Magazin Verlag auch ein Branchenbuch für Dresden und Umgebung. Mit „PostModern“ findet sich seit einigen Jahren zudem ein privater Briefdienst im Portfolio des Dresdner Druck- & Verlagshauses. Die editionSZ publiziert Bücher, die teilweise von SZ-Redakteuren geschrieben werden. LokalausgabenDie Sächsische Zeitung erscheint in 20 Lokalausgaben, deren Verbreitungsgebiete sich – bis auf wenige kleinere Ausnahmen wie dem Rödertal um Großröhrsdorf – an der Struktur der Landkreise orientiert, wie sie vor der Kreisgebietsreform in Sachsen Mitte der 1990er Jahre bestanden. Seit dem Erwerb des Döbelner Anzeigers erscheint dieser unter dem alten Titel als Ausgabe der Sächsischen Zeitung für die Region um Döbeln. Die Lokalausgaben sind: Bautzen, Bischofswerda, Dippoldiswalde, Döbeln, Dresden, Radebeul, Freital, Görlitz, Großenhain, Hoyerswerda, Kamenz, Löbau, Meißen, Niesky, Pirna, Riesa; Rödertal, Sebnitz, Weißwasser und Zittau. Für die Herausgabe der Lokalausgaben der Sächsischen Zeitung existieren eigene regionale Gesellschaften, die zumeist mehrere Lokalausgaben umfassen. sz-onlinesz-online.de ist das Internetportal der Sächsischen Zeitung. Gestartet am 11. November 1996, ist es mittlerweile mit monatlich etwa 16 Millionen IVW-ausgewiesenen Page Impressions das reichweitenstärkste Portal einer sächsischen Tageszeitung. Die redaktionellen Inhalte speisen sich aus Artikeln der Sächsischen Zeitung, die weitgehend automatisiert und damit unverändert übernommen werden, sowie aus Artikeln, welche eine eigenständige Online-Redaktion beisteuert und Agenturtexten von dpa und AP. DiversesDie Sächsische Zeitung hilft seit 1996 mit dem Verein "Lichtblick" Menschen in Not. Zum Jahresende wird eine Spendenaktion gestartet. Das Projekt "Schüler & Zeitung" soll Jugendliche an das Zeitunglesen und Zeitungmachen heranführen. Ebenso ist die Sächsische Zeitung Partner des Projekts "Umwelt baut Brücken - Jugendliche im europäischen Dialog". Die Sächsische Zeitung beschloss, vor der Kommunalwahl in Sachsen 2008 nicht über die NPD zu berichten. Dem vorausgegangen war eine Klage der NPD-Fraktion im sächsischen Landtag gegen die SZ, da diese über die Standpunkte aller Fraktionen im sächsischen Landtag, außer der NPD, zur geplanten Diätenerhöhung berichtete. Presseratsrüge2009 sprach der Deutsche Presserat eine nicht-öffentliche Rüge gegen die Zeitung wegen Verstoßes gegen den Pressekodex aus. Die Zeitung habe gegen die Persönlichkeitsrechte eines Mannes verstoßen, der verdächtigt wurde, ein Mädchen getötet zu haben. Die Zeitung hatte seinen Namen genannt und ein Foto von ihm veröffentlicht. [2] WeblinksEinzelnachweise
51.05711944444413.728711111111
Koordinaten: 51° 3′ 26″ N, 13° 43′ 43″ O
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